Hund reist mit

So reist der Hund nach Thailand: Impfpass, Impfvorschriften gegen Tollwut & Staupe, Flug, Einreise & Wiedereinreise

Falls bei Ihnen der Hund "zur Familie gehört" und Sie einen längeren Aufenthalt in Thailand planen, wollen Sie den Hund vielleicht mit auf die Reise nehmen. Für kürzere Aufenthalte wird die Mitnahme eher zu aufwendig sein. Vielleicht möchten Sie aber beispielsweise in Koh Samui für ein halbes Jahr ein Haus mieten, um dort zu überwintern. Beachten Sie hierfür aber auch die Visa-Bestimmungen für Thailand. Langzeitvisum gibt es in Thailand ja bereits für Rentner ab 50 Jahren. Wir geben Ihnen nachstehend Antworten auf folgende Fragen:

  • Ist es überhaupt sinnvoll, einen Hund mitzunehmen?
  • Wie erfülle ich die amtlich für Thailand sowie EU-Länder wie Deutschland oder Österreich vorgeschriebenen Ein- und Ausreiseformalitäten mit Hund?
  • Wie mache ich meinem Hund die Reise möglichst erträglich?

Straßenhunde sind in Koh Samui oft auch Strandhunde. Das freie Hundeleben ist nicht nur ein Horrorfilm.

 

Ist es überhaupt sinnvoll, den Hund nach Thailand mitzunehmen?

Im Prinzip ist Thailand kein schlechter Platz für Hunde. In Thailand und auch in Koh Samui leben viele Hunde. Der Buddhismus fordert von den Thais, auch die Tiere zu achten. Normalerweise gehen die Thais mit Hunden freundlich um. Bei den Thais sind übrigens eher kleine Schoßhündchen beliebt, die dann auch ins Haus dürfen. Streunende Straßenhunde, denen Mönche in den Tempeln und Klöstern auch Asyl geben lassen auch Probleme entstehen. Dieses „freie Hundeleben“ hat auch Schattenseiten: Die Hunde vermehren sich ungezügelt, Krankheiten und häufige Verkehrsunfälle bleiben oft unbehandelt. Ohne gezielte flächendeckende Sterilisationskampagnen entstehen Hundeplagen, denen die Ämter dann in der Not mit einer Tötungsaktion begegnen. Um Hundeprobleme kümmert sich in Koh Samui das von Spenden lebende Samui Dog Rescue Center. Wenn Sie Ihren Hund nicht mitnehmen finden Sie sicherlich in Thailand einen netten Hund, der an Ihrer Seite glücklich wird!

Das Hundeleben im Samui Dog Rescue Center

Reisestrapazen. Trotz Beruhigungsmittel stellt eine Fernflugreise nach Thailand auch für einen Hund eine gewisse auch körperliche Belastung dar. Wegen ihres Alters oder ihrer Kondition anfällige Hunde (Übergewicht, Herz- oder Kreislaufprobleme) sollten besser zu Hause bleiben. Für solche Hunde könnte in Thailand auch das Wetter belastend sein.

Auch als "Kneipenhund" lebt man in Samui ganz angenehm.

Klima beachten. Bedenken Sie aber, dass in Thailand das ganze Jahr über das Wetter warm bis heiss ist. Sie sollten Ihren Hund daher nur mitnehmen, wenn dieser auch die Wärme verträgt. Leidet Ihr Hund bei Sommerhitze? Dann sollten Sie sich besser noch einmal überlegen, ob Sie Ihren Hund wirklich mitnehmen wollen. Auch wenn Sie in Ihrem Haus wahrscheinlich eine Klimaanlage haben.

Zaunfreie Hausumgebung. Bedenken Sie, dass in Thailand außerhalb der größeren Städte meist Häusergrundstücke häufig nicht umzäunt sind. Damit dürfte in Thailand wahrscheinlich auch Ihr Hund die Freiheit genießen, zaunfrei durch die Nachbarschaft zu streunen. Damit ist aber häufig auch eine hohe Verkehrsunfallgefahr für die Hunde verbunden. Speziell dann, wenn eine größere Straße mit zum „Revier“ gehört.

In Koh Samui und Thailand sind Schoß- und Knuddelhündchen (Taschenratten) in. Hotels mögen keine große Hunde!

Keine dominanten Hunde. Die Hunde in Thailand sind eher sanftmütig. Sie machen daher beim Umherziehen durchs „Revier“ der Nachbarschaft keinen Ärger. „Scharfe Hunde“ wie sie teilweise in Deutschland für den Wachschutz ausgebildet werden sind eher unbekannt und unerwünscht. Ärger mit Ihrem Hund könnte vorprogrammiert sein, wenn er zur Dominanz oder Aggressivität neigt, wie andere Hunde frei umherläuft und womöglich Kinder oder Erwachsene beisst. Lassen Sie einen dominanten Hund besser zu Hause! Es sei denn, Sie wohnen im gut umzäunten Haus und halten den Hund außerhalb  im Blick und an der Leine.

Viele Samui-Hunde sind erfahrene Motorrad(mit)fahrer.

Tierärzte. In den touristischen Zentren und größeren Städten Thailand finden Sie auch Tierärzte, die sich mit Hunden besser auskennen. In Koh Samui finden Sie in Chaweng die Animalclinic von Dr. Utit Kamwut und Dr. Sasiwimol Puthkhiew und in Lamai die Klinik von Dr. Chirapong Knavatchana („Dr. Jo“). Außerdem finden Sie im Dog Rescue Center in Chaweng Dr. Teesith Pengvithaya („Dr. Sid“). Alle genannten Ärzte haben Erfahrungen - auch Hunde-OPs.

 

Als Mamis Liebling bin ich kein Samui-Straßenköter. Habe aber auch nichts gegen Strand.

So erfüllen Sie die Einreisebestimmungen für Hund nach Thailand und für die Wiedereinreise nach Deutschland, Österreich und andere EU-Länder

Um mit Ihrem Hund problemlos nach Thailand einreisen und wieder in die EU zurückreisen zu können, müssen Sie sowohl die Einfuhrbestimmungen für Hunde und Katzen nach Thailand  sowie die seit dem 01.10.2004 EU-weit geltenden Einreiseregelungen beachten, die die erleichterte (Wieder-) Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern ermöglichen (für einige EU-Länder wie Großbritannien gelten verschärfte Bedingungen in einer Übergangszeit). Die Einfuhr von Kampfhunden (Pitbull oder Staffordshire Terrier) nach Thailand ist übrigens verboten!

Wichtig: Sorgen Sie schon zu Hause beim Tierarzt vor, dass Sie nicht nur die Einfuhrbestimmungen für Thailand für Ihren Hund erfüllen, sondern zugleich die Wieder-Einreisebedingungen in die EU beachten! Nur so vermeiden Sie Zusatzaufwand in Thailand für die Wiedereinreise nach Europa oder gar eine bis drei Monate dauernde Quarantäne Ihres Hundes  in Europa.

 

Hier die Liste der für jeweils beide Länder inklusive der  Wiedereinreise kombinierten Bedingungen:

  • Der Hund muss mit einem implantierten Mikrochip ausgestattet sein. Bis 02.07.2011 wird statt des Mikrochips auch noch eine lesbare Tätowierung akzeptiert (EU-Regelung).
  • Da Thailand EU-Drittland ist und in der EU nicht als tollwutfreies Land gilt, ist für Ihren Hund vor der Ausreise aus der EU (!!!) als Bluttest ein Tollwut-Antikörpertest (sogenannter „Titer-Test) vorzunehmen. Das Blut wird vom Tierarzt abgenommen und von ihm an eines der in Deutschland von der EU zugelassenen Labor (Adressen in Deutschland und hier alle EU-Adressen ) geschickt und dort getestet. Der Bluttest soll frühestens 30 Tage nach der Tollwutimpfung durchgeführt werden. Nur wenn man diesen Bluttest vor der Ausreise bei der Wiedereinreise belegen kann ist gewährleistet, dass der Hund ohne langwierige Quarantäne auch wieder nach Deutschland, Österreich oder andere EU-Länder (aber Ausnahmen!) einreisen darf! Mehr dazu auch bei dieser Tierarzt-Website.
  • Der Hund muss mindestens 21 Tage vor Abreise gegen Tollwut geimpft sein (Einfuhrbestimmungen Thailand)
  • Der Hund muss bei Wiedereinreise mindestens 21 Tage und längsten 12 Monate vor der Wiedereinreise in Europa gegen Tollwut geimpft sein. Eine eventuelle Wiederholungsimpfung darf bei Wiedereinreise nicht älter als 12 Monate sein. Sie darf zusätzlich nicht später als 12 Monate nach vorausgehender Impfung erfolgt sein (Wieder-Einfuhrbestimmungen EU). Fazit: Die Tollwutimpfung in Europa vor der Ausreise reicht also dann für die Wiedereinreise, wenn die frühere Impfung am Tag der Wiedereinreise nicht mehr als 12 Monate zurückliegt.
  • Der Hund muss ordnungsgemäß mindestens 21 Tage vor Abreise gegen Staupe (Leptospirose) geimpft (Einfuhrbestimmungen Thailand) sein. Statt einem Impfnachweis kann auch ein Nachweis vorgelegt werden, dass innerhalb von 30 Tagen vor Abreise ein Staupe-Test mit negativem Ergebnis durchgeführt wurde (Einfuhrbestimmungen Thailand)
  • Der Hund sollte gegen infektiöse oder ansteckende Krankheiten, nämlich Distemper, Hepatitis und Parvovirus mindestens 21 Tage vor Abreise geimpft worden sein (Einfuhrbestimmungen Thailand). Hier handelt es sich um eine „Soll“-Bestimmung, also eher um eine Empfehlung. Fehlen diese Impfungen wird die Einfuhr des Hundes nach Thailand deshalb nicht verweigert.
  • Sie müssen für alle Impfungen, bzw. Tests entsprechende aktuelle Nachweise (Impfpapiere) vorlegen können (Einfuhrbestimmungen Thailand, bzw. EU)
  • Sie besitzen den blauen EU-Heimtierausweis (siehe Foto – übergangsweise gilt noch der vorher übliche Impfausweis als amtliches Gesundheitszeugnis). 



  • In den EU-Heimtierausweis muss die Mikrochip-Nummer (beziehungsweise die Tätowierung) und die Tollwutimpfung und der Titertest (Ergebnis der Tollwut-Blutuntersuchung eingetragen sein (EU-Regelung, damit Wiedereinreise mit Hund gut klappt). Dieser mehrsprachig auch in englisch gefasste EU-Heimtierausweis genügt auch den thailändischen Behörden genügen, die in englischer Sprache neben den Impf- oder Testnachweisen einen amtlichen Nachweis über Art, Rasse, Geschlecht, Alter, Farbe und Identifikation des Tieres und seine Herkunft, bzw. die Adresse des Besitzer verlangt (Einfuhrbestimmungen Thailand). Für die Wiedereinreise muss vorher schon in Europa vom Tierarzt eingetragen worden sein:
  • Der Hund muss in einem tiergerechtem Behältnis transportiert werden. Nase und Pfoten müssen geschützt und mit jedes Risiko für Verletzungen oder unnötige Leiden vermieden werden (Einfuhrbestimmungen Thailand)
  • Der Hund muss gesund sein und darf keine Anzeichen von Krankheiten oder Parasiten (Flöhe, usw.) aufweisen und fit für die Weiterreise erscheinen (Einfuhrbestimmungen Thailand)

 

Flugbuchung mit Hund nach Thailand und zurück

Sehen Sie zunächst darauf, dass Sie möglichst einen Direktflug nach Bangkok buchen. Insbesondere dann, wenn Ihr Hund nicht mit in die Kabine genommen werden kann. Vermeiden Sie Zwischenlandungen und insbesondere Flüge mit Umsteigen im Ausland, die die Flugzeiten auf dieser Langstrecke erheblich verlängern. Anschlussflüge könnten auch mal nicht klappen. Und das würde für Ihren Hund im Frachtraum vielleicht sehr unangenehm, der Flug an sich ist schon stressig genug. Außerdem könnten womöglich Koordinationsprobleme bei der Ankunft in Bangkok entstehen.

Bevor Sie einen Flug mit Ihrem Hund nach Thailand buchen, sollten Sie natürlich die Sie interessierende Fluggesellschaft kontaktieren und sich dort über den bei der Gesellschaft üblichen Reiseablauf mit Ihrem Hund genauer erkundigen. Prüfen Sie auch, was man im Internet über die jeweilige Gesellschaft bezüglich der Mitnahme von Haustieren so erzählt. Thai Airways kommt übrigens hier ganz gut weg.

Zwar wurden über die IATA international allgemeine Bedingungen für die Mitnahme von Haustieren aufgestellt. Die Praxis bei den jeweiligen Fluggesellschaften unterscheidet sich jedoch. So werden Haustiere nach IATA nur bis zur Flugzeit von sechs Stunden in der Passagierkabine befördert.

Thai-Airways ermöglicht wiederum trotz Flugzeiten von über 10 Stunden die Mitnahme von Hunden, Katzen oder Vögeln in der Kabine, wenn Sie in einen Tiertransportbehälter passen und alles zusammen nicht mehr als 10 kg wiegt. Allerdings gilt dies nur für zwei Transportboxen pro Flug, wer zuerst.

Größere Hunde müssen in jedem Fall in einem geeigneten Tiertransportbehälter im klimatisierten für Tiere geeigneten Teil des Frachtraums mitfliegen. Bei Thai-Airways zählt der Tiertransport im Frachtraum im Rahmen der erlaubten Gewichtsgrenzen zum normalen Gepäck. Eine Mitnahme in die Kabine wird immer als Übergewicht gerechnet wird und ist damit kostenpflichtig, auch wenn man es als „Handgepäck“ für die Kabine ansehen könnte.

Vor dem Abflug können Sie auch das Quarantäne-Amt beim internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok per E-Mail an qsap_bkk@dld.go.th kontaktieren oder unter (0066) 2134-0636 oder (66) 2134-0637 anrufen. Weitere Informationen bietet auch in englischer Sprache (oder natürlich in Thai) die Abteilung Livestock Development des thailändischen Landwirtschaftsministeriums auf deren Website . Anfragen können hier unter der E-Mailadresse dcontrol8@dld.go.th bzw. unter Telefon: 0066/(0)2 653-4444 oder -4174, -4175, -4177, -4179   Fax: 0066 / (0)2 653-4865 gestellt werden. Ob diese Versuche erfolgreich sein werden? In englischsprachigen Webforen äußert man sich hierzu eher negativ über den Service, da man keine Antworten erhalte. Beachten Sie daher die Ausführungen zum Thema weiter unten.

 

Tipps für die Vorbereitung für den Flug

Die meisten Fluggesellschaften erlauben für kleinere Hunde oder Katzen die Mitnahme im Passagierraum des Flugzeugs. Maximal werden meist aber nur zwei Tiere mitgenommen. "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst": Kontaktieren Sie in Frage kommende Fluggesellschaften möglichst bald. Buchen Sie daher Ihren Flug so früh wie möglich!

 

Die Transportbox

Die erforderliche Transportbox erhalten Sie von den meisten Fluggesellschaften oder Haustiergeschäften und sollte folgende Anforderungen erfüllen:

  • Sie muss groß genug sein, dass Ihr Hund im Käfig stehen kann ohne die Decke zu berühren, sich hinlegen kann oder sich um sich selbst drehen kann.
  • Die Box sollte kräftig gebaut sein und Griffe haben. Im Inneren sollten keine Hervorhebungen vorhanden sein.
  • Der Boden sollte keine Flüssigkeiten austreten lassen und mit ausreichend Wasser absorbierendem Material bedeckt sein.
  • Sehen Sie zu, dass die Box an beiden Seiten Lufteinlässe sowie Ausbuchtungen oder Knubbel aufweist, damit auch im ungünstigen Fall die Luftzufuhr nicht versehentlich versperrt werden kann.

Gewöhnung an die Box vor der Reise!

  • Gewöhnen Sie den Hund rechtzeitig an die Box - speziell bei Transporterfordernis im Frachtraum: Besorgen Sie sich rechtzeitig die Transportbox für den Hund! Legen Sie jeweils wiederholt Leckerli in die Box. Sehen Sie zu, dass sich der Hund positiv an die Box gewöhnt und frei rein und raus gehen kann. Nach der ersten Gewöhnung können Sie dem Hund befehlen mit „rein“ oder „Platz“, etc. in die Box zu gehen. Danach schließen Sie die Türe für etwa eine Minute. Danach öffnen Sie die Türe und sagen „frei!“ oder ähnliches. Indem Sie dies oft wiederholen und den Aufenthalt in der Box belohnen, können Sie die Zeiten immer weiter verlängern wobei sich der Hund trotzdem in der Box wohlfühlt.
  • Machen Sie bezüglich der Box kein Theater, sehen Sie die Box nicht als Knast für den armen Hund an. Hunde können sich durch Training durchaus an die Box gewöhnen und lernen die Box zu mögen, wenn Sie die Box als reguläre Schlafstätte präsentieren und nicht als Ort wo der Hund bestraft wird. Ein Hundebesitzer berichtet, dass sein Hund wegen dieser Übungen seine Box so mag, dass er auch nach dem langen Transportweg diese weiterhin zum Schlafen nutzt.
  • Trainieren Sie mit Ihrem Hund in der Box für eine transportgeeignete Trinkquelle. Ein Napf mit Wasser ist zwecklos und läuft beim Transport nur auf den Boden und wird dort von einer Unterlage eingesogen.

Vor dem Flug

  • Fütterung. Normalerweise wird vom Tierarzt empfohlen den Hund nicht vor der Reise zu füttern und ein fast leerer Magen empfohlen. Fragen Sie Ihren Tierarzt, denn die Fütterungsempfehlungen hängen vom Alter, der Größe und Fressgewohnheiten Ihres Hundes und der Gesamtflugzeit ab.  Für Flugreisen werden keine Beruhigungsmittel empfohlen!
  • Fliegen Sie nach Möglichkeit bei kühlerem Wetter, aber keinem kalten Wetter zu fliegen, da viele Hunde in der Hitze heißer Ladebereiche oder Landebahnen wo Sie bis zur Verladung in der Box stehen.

Bei getrenntem Transport des Hundes  im Frachtraum des Flugzeugs

  • Kopieren Sie zur Sicherheit alle Papiere (Impfausweise, Impfpass, usw). Wenn der Hund im Frachtraum mitreisen muss, packen Sie die Papier in die Tasche der Reisebox für den Hund. Die Originale bleiben bei Ihnen.
  • Machen Sie Farbfotos von Ihnen selbst und dem Hund und kleben Sie diese mit Superkleber oder Doppelklebeband auf die Tiertransportbox. Fügen Sie in die Tasche der Box Ihr persönliches Foto bei, damit man Sie besser erkennt, wenn man Sie im Flughafen in der Menge sucht.
  • Sie sollten die Box klar passend beschriften. Es muss Ihr Name, Ihre Heimatadresse mit Telefon und die Kontaktadresse Ihres Reiseziels gut lesbar sein. Beschriften Sie für den Transport groß und deutlich die Box mit „Live Animal“ – „Lebendes Tier“. Dabei zeichnen Sie die Pfeile so, dass sie anzeigen, wie die Box aufrecht steht (Pfeile zeigen also von unten nach oben).
  • Auf die Reise sollten Sie Fotos von Ihrem Hund und der Box (!) im Handgepäck mitnehmen. So weiss das Fracht- oder Flugpersonal im unglücklichen Fall beider Suche nach der Box oder dem Hund später schneller Bescheid und erkennt Box oder Hund leichter wieder.
  • Nehmen Sie Hundefutter für ein paar Tage mit nach Thailand, dass der Hund kennt und gern nach der Ankunft frisst. Sie sparen sich damit zusätzlichen Reisestress.
  • Benutzen Sie einen sich schnell öffnendes Halsband. Der Hund sollte zwar ein Halsband haben, wenn etwas passiert. Er sollte aber sich nicht würgen oder aufhängen können in extremen Situationen.
  • Legen Sie als Hundehalter Ihr verschwitztes persönliches T-Shirt mit in die Hundebox. Der Geruch beruhigt meist die Hunde, die in Zeiten von hohem Stress dann in der Box besser schlafen können.
  • Lassen Sie nie einen Hund gleich nach der Reise aus der Box von der Leine! Es kann sein, dass der Hund desorientiert ist und - vielleicht völlig unerwartet - nicht gehorcht, beisst oder wegläuft.


Einreise mit dem Hund am Flughafen Bangkok

Wenn Sie in Bangkok gelandet sind, müssen Sie sich im Flughafengebäude zum Quarantäne-Amt (Pet Control Office) begeben. Zur Abholung Ihres Tieres für die weitere Einreise sind folgende Dokumente vorzulegen:

  • Ihr Pass und Ihr Flugschein
  • Gesundheitspass und Gesundheitsdokumente für Ihren Hund (EU-Heimtierausweis, Impfpapiere wie oben beschrieben)
  • Das Einfuhr-Formular Nr. 102 („Kohr Sor Kor 102“) sowie gegebenenfalls andere Dokumente erhalten Sie am Schalter, füllen sie aus und geben Sie dann ab.

Für die Einfuhr des Hundes fallen im Prinzip Einfuhrsteuern, bzw. Gebühren an. Sofern Sie eine spätere Ausreise mit Ihrem Hund beabsichtigen, müssen Sie eine Garantieerklärung abgeben und einen Geldbetrag als Sicherheitsleistung hinterlegen. Diesen erhalten Sie zurück, falls Sie früher als sechs Monate später mit dem Hund wieder aus Thailand ausreisen.

Manchmal wird dann der Hund von einem Tierarzt untersucht. Manchmal wird darauf verzichtet. Sie erhalten von den Beamten ein Einfuhrzertifikat ausgestellt, in dem feststellt wird, dass das Tier untersucht wurde und keine Zeichen von Krankheit festgestellt wurden. Als Einfuhrgebühren werden in den Foren Beträge zwischen 150 bis 3000 Baht angegeben. Manchmal berichteten Reisende, die den Hund im Handgepäck (Box) in der Kabine mitnehmen konnten, bei der Einreise explizit mit dem Hund nur durchgewunken wurden. Man sollte hier eher vorsichtig sein, damit es bei der Ausreise nicht etwa ohne Einreisebeleg für das Tier unerwartet Ausfuhrprobleme gibt.

Da die Bescheinigung erst nach der Ankunft ausgestellt wird, kann es auch keine vorhergehende „Importgenehmigung“ aus Thailand geben, die manchmal von unwissenden Mitarbeitern von Fluggesellschaften verlangt werden, damit der Hund mitgenommen werden darf.
 

Tipp: Sollten Sie unvorhergesehener Weise Schwierigkeiten für die Einfuhr des Haustiers bekommen oder plötzlich sehr hohe Beträge für die Einfuhr verlangt werden, sollten Sie sich aufmachen und beispielsweise im Flughafen-Frachtbereich (Cargo) einen Angestellten Ihrer Fluggesellschaft anzusprechen. Dieser könnte sich auch in etwa mit den Einfuhrformalitäten auskennen. Bitten Sie ihn, Ihnen bei den weiteren Verhandlungen zur Seite zu stehen und bieten Sie ihm dafür ein „Trinkgeld“ (ein paar tausend Baht) an. Es ist oft hilfreich, jemand zu finden, der fließend Thai spricht und direkt entstehendene Missverständnisse klärt.

Keine absolute Garantie auf Einreise in Bangkok mit Hund ohne Quarantänezeit!

Die Deutsche Botschaft in Bangkok erklärt auf Ihrer Website: Bei der Mitnahme von Hunden nach Thailand gäbe es keine Quarantäne. Die Impfung gegen Tollwut und Staupe wäre zu „empfehlen“ (!). Das sind keine ganz seriöse Formulierungen. Denn die Impfungen sind in Thailand glasklar vorgeschrieben. Ohne Impfnachweis risikieren Sie, dass Ihr Hund in Quarantäne kommt oder zurückgeschickt wird! Gemäß der Vorschriften ist das Quarantäne-Amt am Flughafen nicht verpflichtet, den mitgebrachten Hund trotz ordnungsgemäßer Papiere und Impfnachweise gleich zu übergeben. In den englischsprachigen Bedingungen der Abteilung Lebende Tiere des Landwirtschaftsministeriums heißt es bzgl. Import von Hunden und Katzen vielmehr:

„8) Die Tiere kommen nach der Ankunft mindestens 30 Tage an genehmigten Orten unter Quarantäne. Falls es erforderlich erscheint, können dort Tests oder Behandlungen vorgenommen werden. Der Besitzer, bzw. Importeur muss die entstehenden Kosten vollständig übernehmen

9) Wird den Import-Bestimmungen nicht entsprochen, werden die Tiere entweder zurückgeschickt oder ohne Anspruch auf Entschädigung getötet.“

Dass man Einreisenden mit ausreichenden Dokumenten und Nachweisen den Hund am Flughafen ohne Quarantäne übergibt, stellt eine Kulanz oder „Kann-Bestimmung“ der Behörden dar. Die Quarantänebedingungen sind wohl vorrangig für die kommerzielle Einfuhr von Hunden und Katzen durch Tierhändler oder Züchter gedacht. Dennoch besteht kein Rechtsanspruch auf Kulanz. Wie immer beim Umgang mit Behörden in Thailand dürfte auch hier gelten: Bleiben Sie beharrlich, aber freundlich, höflich, klug und großmütig. Ihr Gegenüber sitzt klar am längeren Hebel.

 

Weiterflug oder Weiterfahrt in Thailand und nach Koh Samui

Beachten Sie, dass Sie den Hund in Bangkok zunächst durch den Zoll bringen müssen. Sie wissen nicht genau, wie lange das dauern wird. Daher sollten Sie einen Weiterflug nur fest buchen, wenn sie das Ticket frei umbuchen können. Erkundigen Sie sich bei Bangkok Airways wegen der Mitnahme des Hundes  nach Samui. Bei der ATR 72 Propellermaschine liegt der Gepäckraum vor der Passagierkabine und könnte geeignet sein.

Beachten Sie bitte, dass Hunde, insbesondere größere Hunde gerade auch in den teureren Hotels in Bangkok und anderswo Thailand nicht sehr gern gesehen sind. Allenfalls Schosshündchen sind willkommen und werden durchgelassen. Es könnte also zu Übernachtungsproblemen in Bangkok kommen.

Eine Weiterfahrt in Thailand wäre auch über die Miete eines Minibus (Minivan) mit Fahrer möglich. Ob Hunde für Züge oder Busse zugelassen sind, haben wir derzeit noch nicht in Erfahrung gebracht. Wenn Sie mehr wissen, würden wir uns über Ihr Feedback per Email freuen!

 

Rückkehr und Wieder-Einreise mit dem Hund in EU-Länder

Bei der Rückreise erscheint der Check-In über die Fluggesellschaft in Bangkok auf dem Flughafen unproblematisch, wenn Sie die vorher bei der Einreise erhaltenen Einfuhrpapiere für den Hund vorweisen können. Betrug die Aufenthaltszeit weniger als sechs Monate, können Sie versuchen, Ihr hinterlegtes Deposit beim Quarantäneamt wieder zurück zu bekommen. Wie bereits oben in der Liste festgehalten: Sehen Sie vor allem zu, dass Sie bereits bei der Ausreise alle Punkte erfüllen, damit Sie bei der Wiedereinreise Ihrem Hund eine Quarantäne an der Grenze ersparen. Der deutsche Zoll beschreibt dies so„Reisen Sie in ein Drittland, in dem Tollwut vorkommt oder dessen Seuchenstatus unbekannt ist, z.B. Urlaubsländer wie Türkei, Ägypten, Marokko, Tunesien, Thailand oder Indien, muss vor der Ausreise ein Bluttest (Tollwutantikörpertest) in einem EG-zugelassenen Labor durchgeführt werden. In Zweifelsfällen wird die Zollstelle an der Grenze den zuständigen Veterinär einschalten, der dann über die Freigabe der Tiere bzw. andere Maßnahmen entscheidet.“

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