Visa und Arbeitserlaubnis

Achtung: Neuregelung für Visa on Arrival:
Ab 1 Oktober 2006 gilt eine neue Regelung für das sogenannte Touristenvisum, oder auch Visa on Arrival genannt. Es sind nur noch 3 Ein- und Ausreisen nach Thailand in Folge gestattet, was einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen ermöglicht. Danach muss man für mindestens 90 Tage das Land verlassen haben, um den "Dreisprung" wiederholen zu können.

 
Als Tourist können Sie sich bis zu 30 Tage ohne ein Visum auf Koh Samui aufhalten. Voraussetzung ist ein bestätigtes Weiter- oder Rückflugticket. Außerdem sollten Sie aus einem Land kommen, das diplomatische Beziehungen mit Thailand unterhält.
Wollen Sie länger bleiben, wird eine Ausreise aus Thailand und eine Wiedereinreise notwendig. Dazu bieten fast alle Reiseagenturen in Koh Samui so genannte "Visa-Runs" an. Für 1500 Baht (Stand 05/2006) plus 300 Baht Visagebühr werden Sie per Minibus z.B. zur Grenze nach Myanmar in die Provinz Ranong gefahren.
Der Run startet meist um 5:00 Uhr morgens und am Abend des selben Tages sind Sie so gegen 20:30 Uhr wieder in Koh Samui.
Dann können Sie für weitere 30 Tage in Thailand bleiben.

Falls Sie nur ein, zwei Tage überziehen wollen und die beschwerliche Reise in ein Nachbarland vermeiden möchten, müssen Sie mit einer Tagesstrafe von 500 Baht/Tag bei der Ausreise rechnen. Weiterhin kann ein Vermerk in Ihrem Reispass eine spätere Wiedereinreise nach Thailand erschweren.

Die Visa-Runs sind anstrengend. Deshalb ist es sinnvoll, ein Visum zu beantragen, wenn Sie einen längeren Aufenthalt in Koh Samui planen.

Hier eine Übersicht der verschiedenen Visatypen die Sie erwerben können. (Quelle:Royal Thai Embassy)

Visa Typen :

Non-Immigrant – Visakategorien  ”O“, “B“, “ED“, und “M“
 
”O“ – mit thailändischen Staatsbürgern verheiratet (unter Vorlage der Heiratsurkunde)

”O“ – ehemalige thailändische Staatsbürger und deren Ehepartner (unter Vorlage der Heiratsurkunde und Nachweis der thailändischen Herkunft)

”O“ – Kinder thailändischer Staatsbürger (unter Vorlage der Geburtsurkunde)

”O“ – Rentner (unter Vorlage der Rentenbescheinigung)

”B“ – Geschäftsreisende (Kostenübernahmeerklärung der Firma mit Angabe des Aufenthaltszeitraums; bei mehr als 15 Tagen Aufenthalt eine Kopie der Arbeitserlaubnis bzw. der Antragstellung)

”ED“ – Schüler (eine Aufnahmebestätigung der Schule in Thailand);  Student (Certificate of Eligibility for Non-Immigrant Student – Form NIS); Dozent/Professor (Certificate of Eligibility for Non-Immigrant Lecturer – Form NIL); Lehrer (Bestätigung der Schule in Thailand)

”M“ – Filmproduzenten (bestätigte Drehgenehmigung der Film Board Commission of Thailand); Journalisten u. Berichterstatter (Genehmigung des Thailändischen Außenministeriums - Ministry of Foreign Affairs, Press Division)

Eine Kopie der aufgeführten Belegdokumente muß bei der Antragstellung hinterlegt werden. Die Kostenübernahmeerklärung der Firma bzw. Bestätigung der Schule ist an die visaerteilende Vertretung zu adressieren.


AUFENTHALTSDAUER UND GEBÜHREN

Kategorie        
Type of Visa

Visumgebühr
Visa Fee

Anzahl der Einreisen

Number of Entries

Gültigkeit
Validity

Aufenthaltsdauer
Period of Stay

Transit (TS)

20 Euro

1 Einreise (Single)

90 Tage

max. 30 Tage

Transit (TS)

40 EURO

2 Einreisen (Double)

180 Tage

max. 30 Tage

Transit (TS)

60 EURO

3 Einreisen (Triple)

180 Tage

max. 30 Tage

Tourist (TR)

30 EURO

1 Einreise (Single)

90 Tage

max. 60 Tage

Tourist (TR)

60 EURO

2 Einreisen (Double)

180 Tage

max. 60 Tage

Tourist (TR)

90 EURO

3 Einreisen (Triple)

180 Tage

max. 60 Tage

Non-Immigrant

50 EURO

1 Einreise (Single)

90 Tage

max. 90 Tage

Non-Immigrant

120 EURO

Mehrfach (Multiple)

365 Tage

max. 90 Tage

(Quelle: Royal Thai Embassy)

Non Immigrant O Rentner:

Die Visabestimmungen für Menschen über 50 Jahre sind lockerer. Mit Nachweis eines Rentenbescheides (60 000 Baht monatlich) werden auch Jahresspannen möglich. Der Nachweis eines Mindestbetrages (800 000 Baht) auf einem Konto einer thailändischen Bank funktioniert auch. Dann ist nur noch alle 90 Tage ein Besuch im lokalen Immigration Büro (in Nathon) nötig, wo man seine Existenz in Samui dokumentiert.
In den anderen Fällen ist leider wieder die leidige Ein- und Ausreise notwendig, allerdings dann nicht mehr alle 30 Tage.

Non Immigrant B:

Für Menschen, die in Thailand beruflich tätig werden wollen, sind Visa und Arbeitserlaubnis aneinander gekoppelt. Das Eine geht nicht ohne das Andere.
Eine Arbeitserlaubnis setzt zunächst mal ein Non Immigrant B Visum (multiple) voraus. Multiple meint, es sind beliebig viele Aus- und Einreisen möglich. Dieses Visum muss vor der Einreise nach Thailand bei der Thai-Botschaft im Heimatland beantragt und gekauft werden (120,00 Euro).

Nötige Unterlagen sind: Arbeitsvertrag mit einer in Thailand ansässigen Firma, Diplome und Hochschulzeugnisse, Erklärung der Firma, dass eine Kostenübernahme für das Visum und die Einreise getätigt wird. Die Unterlagen müssen in Englisch vorliegen und beglaubigt sein. Dazu sind anerkannte Bescheinigungsstellen bei der Botschaft zu erfragen. In Berlin war das u.a. auch die IHK. Ist man endlich im Besitz eines Non Immirgant B Visums, kann man nach Thailand einreisen. Der Arbeitgeber muss dann die Workpermit für seinen Angestellten beantragen.


 

Neuregelung für Erteilung von Workpermits

National_Police_Office_Order_Oct_2006.pdf

Achtung seit Oktober 2006 gelten neue Regelungen für die Vergabe von Workpermits. Im angehängten PDF Dokument sind diese ausführlich, auf Englisch beschrieben.

Workpermit

Jeder Ausländer, der in Thailand eine Beschäftigung ausüben möchte, benötigt grundsätzlich vom ersten Arbeitstag an eine Arbeitserlaubnis (Work Permit).

Nach dem Aliens’ Working Act B.E 2521 von 1978 darf ein Ausländer keine Arbeit ausüben oder Dienstleistung erbringen. Es sei denn, ihm wurde eine Arbeitserlaubnis vom Department of Skill Development ausgestellt oder die ausgeübte Tätigkeit ist nicht von Aliens’ Working Act. ausgeschlossen. Die Aussichten, eine vorübergehende Beschäftigung in Thailand zu finden, sind für Ausländer sehr gering. Die Arbeitgeber sind verpflichtet in erster Linie einheimische Arbeitssuchende einzustellen. Wenn sich keine qualifizierten Einheimischen finden, können Ausländer ausnahmsweise berücksichtigt werden.Personen mit höherer kaufmännischer Ausbildung im Hotelfach, Ingenieure etc. haben die größten Chancen eine Arbeit in Thailand zu finden. Die Beherrschung der englischen Sprache ist von Vorteil.In zahlreichen Berufszweigen ist jedoch die Beschäftigung von Ausländern gesetzlich verboten (z. B. Bürotätigkeit, Verkauf, alle Bauberufe).In Spezialberufen für die qualifizierte thailändische Fachkräfte nicht zur Verfügung stehen oder für “joint ventures” bestehen die größten Beschäftigungsmöglichkeiten für ausländische Fachkräfte.Maßgebliches Kriterium für die Erteilung von Arbeitserlaubnissen an Ausländer ist die Kapitalausstattung des Unternehmens. Nach den aktuellen Richtwerten ist pro erteilter Arbeitserlaubnis ein Kapital von zwei Millionen Baht notwendig.Es handelt sich hierbei jedoch lediglich um eine Mindestanforderungen, neben denen - je nach Branche und Umständen des Einzelfalles - weitere Bedingungen erfüllt sein müssen. Näheres über die Erteilung von Arbeitserlaubnissen kann bei der zuständigen Alien Occupational Control Division des Ministry of Labour and Social Welfare oder beim One Stop Service des Office of the Board of Investment erfragt werden.

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